Blog Verben konjugieren: der Bauplan für 5 Sprachen Französische Verben konjugieren — der große Überblick L'impératif: Aufforderungen und Bitten auf Französisch

L'impératif: Aufforderungen und Bitten auf Französisch

J Janine Kreiser, Gründerin ConjuExpert 7. Aug. 2026 14 min FR

Das Wichtigste in Kürze

Der Impératif hat nur drei Formen und kommt ohne Subjektpronomen: tu, nous („lass uns…“) und vous. Du leitest sie meist direkt aus dem Präsens ab: parle!, parlons!, parlez! Bei -er-Verben fällt in der tu-Form das -s weg (tu parlesparle!). Wichtige Unregelmäßige: êtresois, soyons, soyez; avoiraie, ayons, ayez; savoirsache, sachons, sachez; allerva, allons, allez. Bejaht hängst du Pronomen mit Bindestrich an (donne-moi, lève-toi), verneint stehen sie davor (ne me donne pas).

Ein Schild im Pariser Métro-Eingang sagt dir Poussez — „Drücken“. Auf der Rückseite steht Tirez — „Ziehen“. Niemand hat vous dazugeschrieben, kein „Sie“, keine höfliche Verpackung, und trotzdem fühlt sich das völlig normal an. Genau das ist der Impératif: die Verbform, mit der das Französische auffordert, bittet, anweist und einlädt — ganz ohne Subjektpronomen. Du sagst nicht „du machst die Tür zu“, sondern schlicht Ferme la porte. Das wirkt für deutsche Ohren erstmal nackt, fast barsch, weil im Deutschen meistens noch ein „bitte“ oder ein Fragezeichen mitschwingt. Doch der Impératif ist im Alltag absolut allgegenwärtig: in Rezepten (Mélangez les œufs), in Wegbeschreibungen (Tourne à gauche), in Einladungen (Viens chez moi!) und in jedem zweiten Satz, den Eltern zu ihren Kindern sagen. Die gute Nachricht vorweg: Der Impératif hat nur drei Formen, du kennst sie aus dem Präsens schon fast komplett, und die Bildung folgt klaren Regeln. Es gibt genau eine kleine orthografische Eigenheit bei den -er-Verben, eine Handvoll unregelmäßiger Verben und ein paar Regeln, wo die Pronomen stehen. Das schauen wir uns Schritt für Schritt an, jeweils an durchkonjugierten Beispielen — und am Ende gibst du Aufforderungen, ohne ins Grübeln zu geraten, und weißt obendrein, wie du sie höflich klingen lässt.

Wenn du erst den großen Überblick zur französischen Konjugation brauchst, starte beim Leitfaden französische Verben konjugieren oder beim sprachübergreifenden Verben konjugieren lernen. Und weil der Impératif eng mit den reflexiven Verben verzahnt ist — lève-toi! ist nichts anderes als se lever im Befehl —, lohnt sich parallel ein Blick auf die reflexiven Verben im Französischen.

Was der Impératif ist — und warum das Subjekt fehlt

Der Impératif ist der Modus der direkten Aufforderung. Du benutzt ihn, wenn du jemanden zu einer Handlung bewegen willst: ein Befehl, eine Bitte, ein Rat, eine Einladung, eine Gebrauchsanweisung. Das auffälligste Merkmal für deutsche Lernende ist, dass kein Subjektpronomen dabeisteht. Im Präsens sagst du tu parles („du sprichst“), im Impératif schrumpft das auf ein blankes parle! („sprich!“). Das tu verschwindet, weil ohnehin klar ist, wen du ansprichst — die Person steht ja vor dir. Genau diese Lücke ist der ganze Trick: Wo im Aussagesatz ein Pronomen das Subjekt markiert, lässt der Impératif es einfach weg, und übrig bleibt nur die Verbform. Anders als das Deutsche, das oft nur eine Befehlsform pro Verb kennt („Sprich!“), unterscheidet das Französische drei Adressaten: eine Person, die du duzt (tu), eine Gruppe inklusive dir selbst (nous, im Sinne von „lass uns…“) und eine gesiezte Person oder mehrere Personen (vous). Spiel dir das einmal am Verb regarder („schauen“) durch: Regarde ce film sagst du zu einem Freund, Regardons ce film heißt „Lass uns diesen Film schauen“, und Regardez ce film sagst du zu deinem Chef oder zu einer Gruppe. Dreimal dasselbe Verb, drei verschiedene Reichweiten — und in keiner einzigen Variante taucht ein Subjektpronomen auf. Wer das verinnerlicht, hat die halbe Miete schon drin, denn der Rest ist reine Formbildung.

Merke — drei Adressaten, kein Subjekt: tu = eine Person, die du duzt · nous = „lass uns…“ (du und andere) · vous = gesiezt oder mehrere. Das Pronomen selbst sagst du nie mit: nicht tu parle, sondern einfach parle!
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Die drei Formen aus dem Präsens ableiten

Die schönste Eigenschaft des Impératif: Du musst kaum etwas Neues lernen, weil er sich fast komplett aus dem Präsens speist. Nimm die Präsensformen für tu, nous und vous, streich das Subjektpronomen — fertig ist in den allermeisten Fällen der Impératif. Bei finir („beenden“) etwa heißt es im Präsens tu finis, nous finissons, vous finissez; im Impératif wird daraus finis!, finissons!, finissez!, eins zu eins ohne das Pronomen. Genauso bei prendre („nehmen“): tu prends, nous prenons, vous prenezprends!, prenons!, prenez! Diese Regel trägt für die große Mehrheit aller Verben, egal ob sie auf -ir oder -re enden. Der einzige Sonderfall — und den merkst du dir am besten sofort — betrifft die -er-Verben in der tu-Form, dazu gleich ein eigener Abschnitt. Schau dir erst die Systematik an einem regelmäßigen -er-Verb wie manger („essen“) und einem -ir-Verb wie choisir („wählen“) nebeneinander an, dann siehst du, dass nur eine winzige Stelle abweicht. Sprich die Reihen laut mit, am besten in der Reihenfolge tu–nous–vous, denn dieser Dreierrhythmus hilft dir später, die Form blitzschnell abzurufen.

Verbtu (Impératif)nous (Impératif)vous (Impératif)Deutsch (tu)
parler (-er)parleparlonsparlezsprich!
finir (-ir)finisfinissonsfinissezbeende!
prendre (-re)prendsprenonspreneznimm!
choisir (-ir)choisischoisissonschoisissezwähle!

Nimm die nous-Form als durchgespieltes Beispiel, weil sie im Deutschen oft Aha-Momente auslöst: Parlons français! heißt nicht „Wir sprechen Französisch“, sondern „Lass uns Französisch sprechen!“. Diese nous-Form ist die freundliche Einladung schlechthin — Allons-y! („Auf geht's!“), Mangeons! („Lasst uns essen!“), Commençons! („Fangen wir an!“). Du nimmst einfach die nous-Präsensform, lässt das nous als Subjekt weg, und schon hast du den gemeinschaftlichen Vorschlag. Achte beim Mitsprechen darauf, dass finir und choisir in der tu-Form ihr -s behalten (finis, choisis) — das ist wichtig, weil genau hier die -er-Verben gleich anders ticken.

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Die eine Stolperfalle: das verschwindende -s bei -er-Verben

Hier ist die einzige echte Eigenheit des Impératif, und sie ist klein, aber wichtig: Bei -er-Verben fällt in der tu-Form das -s am Ende weg. Im Präsens heißt es tu parles mit -s, im Impératif aber nur parle! ohne -s. Dasselbe bei tu mangesmange!, tu donnesdonne!, tu écoutesécoute!. Das gilt ausschließlich für die -er-Verben (und für das unregelmäßige aller, das sich hier wie ein -er-Verb verhält: va!) — bei -ir- und -re-Verben bleibt das -s erhalten, wie du oben bei finis und prends gesehen hast. Warum dieser Wegfall? Rein klanglich ändert sich nichts, das -s wäre ohnehin stumm; es ist eine reine Rechtschreibregel. Doch es gibt eine charmante Ausnahme von der Ausnahme, und die solltest du kennen: Steht direkt danach das Wörtchen y oder en, kommt das -s zurück — aus Wohlklang, damit die Wörter sich elegant verbinden. Deshalb heißt es Va! („Geh!“), aber Vas-y! („Los, geh hin! / Auf geht's!“) mit -s. Genauso Mange! („Iss!“), aber Manges-en! („Iss davon!“). Spiel dir den Kontrast an aller durch: allein steht Va à l'école („Geh zur Schule“) ohne -s, aber sobald y folgt, wird es Vas-y mit -s und einem verbindenden Bindestrich. Diese eine Regel erklärt die berühmteste französische Aufmunterung überhaupt — Vas-y! hörst du an jedem Spielfeldrand.

Häufiger Fehler: Das -s aus dem Präsens mit in den tu-Impératif schleppen. Es heißt parle! (nicht parles!), écoute! (nicht écoutes!). Aber Vorsicht in die Gegenrichtung: Bei -ir/-re-Verben bleibt das -sfinis!, prends!. Und vor y/en kommt es bei -er-Verben zurück: Vas-y!, Manges-en!
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Die unregelmäßigen Vier: être, avoir, savoir, aller

Vier Verben tanzen aus der Reihe und bilden ihren Impératif nicht aus dem Präsens — die musst du wirklich kennen, weil sie zu den häufigsten überhaupt gehören. Bei être („sein“) und avoir („haben“) borgt sich der Impératif seine Formen aus dem Subjonctif, was du dir aber gar nicht merken musst; lern einfach die drei Formen als Block. Bei savoir („wissen“) gibt es eine eigene Stammform sach-, und aller („gehen“) ist der Sonderling, der zwar va! ohne -s bildet wie ein -er-Verb, aber im Stamm unregelmäßig bleibt. Schau dir alle vier in einer Tabelle an und lern sie als kleine Reime, denn ihre Klänge sind eingängig: sois, soyons, soyez rollt fast von selbst.

Verbtunousvoustypische Verwendung
être (sein)soissoyonssoyezSois patient! — Sei geduldig!
avoir (haben)aieayonsayezN'aie pas peur! — Hab keine Angst!
savoir (wissen)sachesachonssachezSachez que… — Wisset, dass…
aller (gehen)vaallonsallezAllons-y! — Auf geht's!

Spiel dir être als durchgespieltes Beispiel durch, weil es im Alltag ständig auftaucht: Sois sage! sagen Eltern zu Kindern — „Sei brav!“. Soyons honnêtes heißt „Seien wir ehrlich“, die typische Floskel, um ein offenes Wort einzuleiten. Und Soyez les bienvenus! ist das herzliche „Herzlich willkommen!“ an mehrere Gäste. Bei avoir lohnt der Blick auf die tu-Form aie — die wirkt winzig und wird oft verschluckt, ist aber korrekt: Aie confiance („Hab Vertrauen“). Die volle Formenreihe über alle Zeiten findest du jederzeit unter être konjugieren und aller konjugieren — gerade bei diesen beiden Dauergästen lohnt es sich, die Tabelle griffbereit zu haben. Ich habe beim Recherchieren gesehen, dass viele Lernende ausgerechnet an aie und sache hängenbleiben, weil sie so selten geschrieben aussehen — dabei sind sie, einmal laut gesprochen, schnell vertraut.

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Wohin mit den Pronomen? Bejaht vs. verneint

Sobald ein Pronomen ins Spiel kommt — mir, dich, es —, stellt sich die Frage nach der Position, und hier hat das Französische eine klare, fast spiegelbildliche Regel. Im bejahten Impératif hängst du das Pronomen mit Bindestrich hinten an das Verb. Donne! („Gib!“) wird zu Donne-moi le livre („Gib mir das Buch“). Regarde! wird zu Regarde-le („Schau ihn an“). Wichtig: In dieser angehängten Stellung wird aus me das betonte moi und aus te das betonte toi. Deshalb heißt es bei reflexiven Verben Lève-toi! („Steh auf!“) und nicht lève-te. Genau hier verzahnt sich der Impératif mit den reflexiven Verben: se lever im tu-Befehl wird lève-toi, im vous-Befehl levez-vous, im nous-Befehl levons-nous („stehen wir auf“). Im verneinten Impératif dagegen steht das Pronomen wieder vor dem Verb, eingerahmt von ne … pas — genau wie im normalen Satz. Aus Donne-moi le livre wird verneint Ne me donne pas le livre („Gib mir das Buch nicht“), und moi schrumpft dabei wieder zurück zu me. Aus Lève-toi wird Ne te lève pas („Steh nicht auf“). Spiel dir diesen Wechsel an einem einzigen Gedanken durch: bejaht Dis-moi la vérité („Sag mir die Wahrheit“) → verneint Ne me dis pas de mensonges („Erzähl mir keine Lügen“). Dasselbe Pronomen, nur springt es von hinten nach vorne und tauscht moi gegen me. Wer dieses Bild im Kopf hat — bejaht hinten und betont, verneint vorne und kurz —, muss nie wieder raten.

Die Pronomen-Regel an einem Verb: Bejaht → angehängt mit Bindestrich, me/te werden zu moi/toi: Donne-moi! · Lève-toi! — Verneint → davor zwischen ne … pas, zurück zu me/te: Ne me donne pas! · Ne te lève pas!

Wenn dir die reflexiven Befehle wie lève-toi noch wackelig vorkommen, lohnt der vertiefende Blick auf die reflexiven Verben im Französischen — dort siehst du, wie me/te/se durch alle Formen wandern.

Höflich auffordern: vom Befehl zur Bitte

Jetzt der Teil, der dich im echten Leben rettet: Der Impératif klingt für deutsche Ohren schnell zu direkt, fast wie ein Kommando. In Frankreich gilt der reine Impératif keineswegs als unhöflich — das Schild sagt nun mal Poussez und nicht „Würden Sie bitte drücken“ —, aber im persönlichen Umgang weichst du ihn gern auf, genau wie wir im Deutschen ein „bitte“ dranhängen. Das einfachste Mittel ist genau das: ein angehängtes s'il te plaît (beim Duzen) oder s'il vous plaît (beim Siezen). Aus dem knappen Passe-moi le sel wird das freundliche Passe-moi le sel, s'il te plaît („Reich mir bitte das Salz“). Eine Stufe höflicher wird es mit dem Verb vouloir („wollen“): Dessen Impératif-Form veuillez ist die Standardformel für gehobene, sehr höfliche Bitten und Anweisungen, vor allem schriftlich. Veuillez patienter heißt „Bitte warten Sie“ (so klingt jede französische Warteschleife), Veuillez vous asseoir heißt „Nehmen Sie bitte Platz“. Diese Form wirkt förmlich und respektvoll, fast wie ein deutsches „Wir bitten Sie, …“. Für den mündlichen Alltag reicht aber oft schon, die Bitte als Frage zu verpacken oder ein s'il vous plaît anzuhängen. Spiel dir die Eskalationsstufen an einer Bitte durch: Attends! („Warte!“, knapp, unter Freunden okay) → Attends, s'il te plaît („Warte bitte“, freundlich) → Veuillez patienter („Bitte haben Sie einen Moment Geduld“, förmlich-höflich). Dieselbe Grundbedeutung, drei Höflichkeitsstufen — und du wählst je nach Gegenüber.

Merke — Höflichkeit nachrüsten: s'il te plaît (duzen) / s'il vous plaît (siezen) ans Ende hängen entschärft jeden Befehl. Für sehr förmliche Bitten nimm veuillez (von vouloir): Veuillez patienter — „Bitte warten Sie“. Der nackte Impératif (Poussez, Tournez à gauche) ist auf Schildern und in Rezepten völlig normal und nicht unhöflich.
Im Quiz festigen: Höflichkeitsformen sitzen am besten, wenn du sie in echten Mini-Bitten übst, nicht als Vokabel. In ConjuExpert baust du Aufforderungen mit deinen eigenen Themen und bekommst sofort Rückmeldung, ob veuillez und s'il vous plaît an der richtigen Stelle stehen. App kostenlos öffnen →

Ein kleiner Befehlston, einmal durchgespielt

Lass uns alles an einer kleinen Beispiel-Person zusammenbinden — nennen wir sie Marie, die abends nach der Arbeit Französisch übt und mit ihrer französischen Freundin Léa kocht. Léa dirigiert in der Küche, und plötzlich ist die ganze Grammatik dieses Artikels im Einsatz: Écoute (tu, -er-Verb ohne -s: „Hör zu“), prends les œufs (tu, -re-Verb mit -s: „Nimm die Eier“), casse-les dans le bol (bejahter Imperativ mit angehängtem Pronomen: „Schlag sie in die Schüssel“), ne les mélange pas trop (verneint, Pronomen davor: „Verrühr sie nicht zu sehr“), und schließlich die Einladung an beide: Goûtons! (nous: „Probieren wir!“). Dann, als Maries Handy klingelt: Sois patiente, on n'a pas fini („Sei geduldig, wir sind nicht fertig“) — das unregelmäßige être im Befehl. Und zum Schluss, höflich zur Nachbarin an der Tür: Entrez, s'il vous plaît („Kommen Sie bitte herein“). In diesen wenigen Sätzen steckt der ganze Artikel: die drei Formen, das verschwindende -s, ein unregelmäßiges Verb, beide Pronomen-Stellungen und eine Höflichkeitsformel. Sprich die Kette einmal laut in einem Rutsch — genau so begegnet dir der Impératif im echten Leben, nicht als isolierte Form, sondern eingebettet in eine Handlung. Verteiltes, aktives Üben ist hier besonders wirksam, weil du die Varianten direkt nebeneinander abgleichst; Forschung zum Lernen zeigt seit Langem, dass aktives Abrufen und gemischtes Üben besser haften als reines Wiederlesen (Dunlosky et al., 2013).

Beispiel — der Impératif in Aktion: Écoute! Prends les œufs et casse-les dans le bol. Ne les mélange pas trop. Goûtons! Sois patiente. Entrez, s'il vous plaît. — Hör zu! Nimm die Eier und schlag sie in die Schüssel. Verrühr sie nicht zu sehr. Probieren wir! Sei geduldig. Kommen Sie bitte herein.

Wenn du die Befehlsform sicher hast, ist der nächste logische Schritt der Conditionnel — denn die allerhöflichste Bitte im Französischen ist oft gar kein Impératif, sondern eine Wendung wie Pourriez-vous…? („Könnten Sie…?“). Wie diese Höflichkeits- und Möglichkeitsform funktioniert, liest du im Beitrag zum Conditionnel im Französischen.

Das Wichtigste in einem Satz

Der Impératif ist die subjektlose Aufforderungsform mit nur drei Adressaten — tu, nous, vous —, die du meist direkt aus dem Präsens ableitest, wobei die -er-Verben im tu ihr -s verlieren (parle!, aber vas-y!), eine Handvoll Verben unregelmäßig sind (sois, aie, sache, va) und die Pronomen bejaht hinten anhängen (donne-moi), verneint davorstehen (ne me donne pas). Welche Aufforderung aus deinem Alltag würdest du als Erstes auf Französisch geben wollen?

Impératif festigen: Die drei Formen sitzen am besten durch aktives Abrufen — nicht durch nochmaliges Lesen. In ConjuExpert übst du parle / parlons / parlez und alle anderen Formen im Quiz mit Themen, die dich wirklich interessieren. App kostenlos öffnen →

Häufige Fragen

Warum fällt bei „parle!“ das -s weg, bei „finis!“ aber nicht?

Weil die -s-Regel nur für -er-Verben (und aller) in der tu-Form gilt: tu parlesparle! ohne -s. Bei -ir- und -re-Verben bleibt das -s: finis!, prends!. Vor y oder en kommt das -s bei -er-Verben zurück: Vas-y!, Manges-en!

Wo steht das Pronomen im Impératif?

Bejaht hinten mit Bindestrich, wobei me/te zu moi/toi werden: Donne-moi!, Lève-toi!. Verneint davor zwischen ne … pas, zurück zu me/te: Ne me donne pas!, Ne te lève pas!

Wie bilde ich den Impératif von être und avoir?

Die sind unregelmäßig und werden als Block gelernt: êtresois, soyons, soyez (Sois patient!); avoiraie, ayons, ayez (N'aie pas peur!). Ebenfalls unregelmäßig: savoirsache, sachons, sachez und allerva, allons, allez.

Ist der Impératif unhöflich?

Nein, nicht von sich aus — auf Schildern und in Rezepten (Poussez, Mélangez) ist er völlig normal. Im persönlichen Umgang hängst du s'il te plaît / s'il vous plaît an oder nimmst für sehr förmliche Bitten veuillez (Veuillez patienter — „Bitte warten Sie“).

Quellen

  1. Dunlosky, J., Rawson, K. A., Marsh, E. J., Nathan, M. J. & Willingham, D. T. (2013): Improving Students' Learning With Effective Learning Techniques. Psychological Science in the Public Interest, 14(1), 4–58. doi.org/10.1177/1529100612453266
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Janine Kreiser

Gründerin von ConjuExpert. Macht Sprachgrammatik sichtbar – mit Mustern statt Chaos.